Letzte Änderung am 13. Juni 2018

(von Daniel Sander)

14.04.2018 – Landesklasse : SV Motor Altenburg – SV Jena Zwätzen 1:1 (0:1) Zuschauer: 96

(Veröffentlicht am 16. April 2018) (D.Sander)

… Es war bestes Fußballwetter, leicht feuchter Rasen, die Skatbank-Arena erstrahlt in einem nostalgischen Gewand. Die Altenburger gelten als ein Spitzenteam der Landesklasse und dies sollte man über die kommenden 90 Minuten auch sehen. Die Maßgabe der Zwätzener war klar: dem Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen und auf dem sehr breiten Platz versuchen, das Spielfeld so eng wie möglich zu halten.
Altenburg war dann von der ersten Minute an die spielbestimmende Mannschaft und ließ den Ball und Gegner laufen. Heuschkel, der heute hauptsächlich hinter den Spitzen agierte, initierte immer wieder Angriffe für die Hausherren. Es dauerte allerdings bis zur 15. Minute, bis Oelsner die erste Chance hatte. Sein Kopfball aus 5 Metern verpasste das Tor nur knapp. Genau auf dieses Spiel hatte sich Zwätzen vorbereitet. Auch in der 35. Minute, als Heuschkel mehrere Zwätzener aussteigen ließ, um dann schließlich am Tor vorbei zu schießen, atmeten die Zwätzener tief durch. Zwei Minuten später war es wieder Heuschkel, der mit einem 20-Meter-Schuss Thaler prüft (heute im stylischen Schwarz gekleidet), welcher den Ball mit dem Fuß abwehren kann.
Entlastung für die Gäste gab es kaum. Meistens verhinderten ungenaue Pässe im Mittelfeld aussichtsreiche Konter. Schließlich war es eine Einzelaktion von Pascal Meudtner, der aktiv über die rechte Seite arbeitete. Nach gefühlt 5 Zweikämpfen rollte der Ball zur Ecke. Mittlerweile eine Stärke der Zwätzen-Elf. Tauch tritt an, flankt und jubelt. Der Ball senkt sich direkt im gegnerischen Kasten und wieder führt Zwätzen (unverdient) mit 0:1.
So geht es dann auch in die Halbzeit, von der ich nicht viel mitbekomme. Mir wurde dann nur gesagt, dass es keine Bratwurst gab im weiten Rund. Ausschließlich Bockwurst wurde angeboten. Na gut… das kann Altenburg sicherlich besser. Außerdem wirkte das riesige Stadion leider sehr verlassen durch die knapp 100 Zuschauer. Wobei man sagen muss, dass das Stadion vermutlich auch bei 2000 Zuschauern leer wirken würde.
Von den 100 Zuschauern waren auch 7 Anhänger der Rossoneri dabei. Danke für eure Anreise und Unterstützung. Und für alle, die ihr nicht die Reise angetreten habt: Ihr habt eine unglaubliche zweite Halbzeit verpasst.
Zu diesen zweiten 45 Minuten kamen die Jenaer verändert aus der Kabine. Printschler wurde für Lange gebracht und Hentrich kam für Seidel.
Genau dieser Hentrich war es dann, der den ersten Höhepunkt der zweiten Halbzeit setzen sollte. Freigespielt aus 25 Metern, nimmt er kurz Anlauf und schießt. Der Ball senkt sich hinter dem Torwart und klatscht an die Unterkante der Latte und wir fühlen uns an 1966 erinnert. Wembley! Der Ball springt nach unten und leider hat die Skatbank-Arena noch keine Torlinientechnik. Die Situation ist schwierig zu entscheiden und unterschiedliche Meinungen prallen aufeinander. Zwätzen sieht den Ball eindeutig hinter der Linie, Altenburg und das Schiri-Gespann leider nicht. Nun gut, weiter geht’s…
Altenburg ist zwar weiterhin die spielbestimmende Mannschaft aber nun öffnen sich mehr Räume für Konter. So ist es Figuth, der nur 2 Minuten später perfekt von Axel Printschler in Szene gesetzt wird. Axel geht mit Geschwindigkeit über die rechte Seite und bringt den Pass auf Figuth. Dieser bleibt cool, schießt gut aber der Ball wird super vom Heim-Keeper pariert.
Dann kommen wieder starke Minuten von Altenburg. Da fehlt den Hausherren meistens nur der letzte Pass zum Erfolg. Die Altenburger belagern den Strafraum der Gäste, bis plötzlich ein Pfiff ertönt: Foulelfmeter (73.). Verursacht von Thaler, Unverständnis bei Allen. Eine Eingabe kommt auf den langen Pfosten neben das Tor. Wegen dem lauernden Syhre geht Thaler zum Ball und klatscht den Ball mit beiden Händen zur Ecke. Dabei berührt er den Gegenspieler und Mitspieler und Schiedsrichter „hörte“ den Zusammenstoß und entschied deshalb auf Foulelfmeter. Nach heftigen Protesten der Zwätzener tritt schließlich Heuschkel an. Aber er findet seinen Meister in Ron Thaler. Unser Goali konnte sich in den Folgeminuten mehrfach auszeichnen und war entscheidend daran beteiligt, dass das 0:1 aus der Halbzeit bestehen blieb. So waren es Oelsner, Syhre und Heuschkel, die Thaler mehrfach prüfen aber die 0 bleibt auf der Anzeigetafel stehen. Das Spielt geht mittlerweile hin und her. So ist es Pascal Meudtner, der in der 83. Minuten am Tor vorbeischießt. Der Ball verpasst nur um Zentimeter das Tor. Leider ist es auch Pascal, der 3 Minuten später sein gutes Spiel nicht veredelt. Nach einem Abwehrfehler ist es wieder der quirlige Zwätzener, der alleine auf den Torhüter zu geht. Die Altenburger winken ab und ergeben sich ihrem Schicksal. Nur Torhüter Mühlmann bleibt ehrgeizig und nimmt Meudtner den Ball vom Fuß. Schade, denn wer vorne seine Tore nicht macht, wird hinten bestraft. Diesmal direkt im Gegenzug. Mühlmann spielt den Ball schnell in die Tiefe, ein Altenburger tritt den Ball weit in den gegnerischen Strafraum und Syhre muss nur den Fuß hinhalten um den Ball im langen Eck zu versenken. 1:1 in der 88. Minute.
Aber selbst dann war das Spiel noch nicht vorbei. Zwätzen will noch einmal. Tauch spielt einen Freistoß von der Mittellinie schnell auf die gegenüberliegende Seite und findet den startenden Printschler. Dieser versucht den Ball über den herausstürmenden Torhüter zu lupfen, verfehlt aber leider das Tor.
Das war das Ende. Endlich ist der Nervenkrieg vorbei und wir werden mit einem Punkt in Altenburg belohnt. Dieses Spiel war eine Werbung für den Fußball. Nicht weil wir sonderlich viel zu einem schönen Spiel beigetragen hätten, sondern weil es an Spannung nicht zu überbieten war. Das Endergebnis hätte ebenso 4:1, 4:4 oder eben 1:4 anzeigen können. Somit sind wir sehr zufrieden mit dem Punkt beim Tabellendritten.

Der Auftakt für die englische Woche ist gemacht und am Dienstag geht es weiter in Kahla. Beginn der Partie ist 18 Uhr und wir hoffen, dass wieder einige Unterstützer den Weg zum Dohlenstein finden, denn diese Mannschaft hat es verdient!